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Einleitung in die Infrarot-Photographie

 

Eine kleine Einführung und Erklärung

Das Lichtspektrum

Ganz bei Adam und Eva möchte ich nicht beginnen, aber zum Verständnis fange ich mit dem Gesamtspektrum des Lichtes oder allgemein elektromagnetischer Wellen an. Hierzu einmal diese Grafik:

Lichtspektrum

Hier wird gezeigt, daß der Teil des Spektrums, den wir als sichtbaren Teil bezeichnen verschwindend gering ist. Lediglich die Wellenlängen von 400 bis 700 nm kann unser Auge erfassen. Im Bild links vom visuellen Bereich liegt die UV-Strahlung, die u.a. von der Sonne ausgeht und unsere Haut bräunen läßt. Der Bereich rechts vom Sichtbaren, um den dreht es sich hier: das ist die Infrarotstrahlung.

Infrarot

Nun darf man die Infrarotphotographie nicht mit Wärmebildern (Thermographie) verwechseln. Zwar handelt es sich um dieselbe Art Strahlung, jedoch sind Filme bzw. Chips einer Kamera nur in der Lage, das nahe Infrarot zu registrieren. Die registrierte Wellenlänge hängt vom Film bzw. vom Kamerachip ab. Manche Chips sind im Bereich von bis weit in die 1000 nm hinein empfindlich.

Und genau in diesem Wellenlängenbereich ab 700 nm bewegen wir uns. Besonders interessant sind hierbei die Objekte in der Umwelt, die viel Infrarot reflektieren. Hierunter zählen vor allem Blattwerk von Bäumen und Pflanzen. Das darin enthaltene Chlorophyll reflektiert Infrarot sehr gut, so daß Blätter auf den gemachten Bildern besonders hell bzw. weiß erscheinen. Dies vermittelt den Eindruck eines schneeverhangenen Baumes.

Und woher kommt all das Infrarot? Natürlich von unserer Sonne!

Was soll Infrarotphotographie?

Nun die Frage, die man eigentlich zu jedem Hobby stellen könnte: was soll es eigentlich bringen, im Infraroten zu fotografieren? Diese Frage läßt sich nicht eindeutig beantworten. Infrarotbilder sind Geschmacksache, da sie meist nur Schwarz-Weiß sind und wenn farbig, dann nur mit nachträglicher Nachbearbeitung.
 

Jedoch erschließt sich einem die Welt im IR in ganz anderen Betrachtungsweisen. Das schon angesprochene reflektierende Chlorophyll in Blättern läßt diese schneeweiß erscheinen. Dies widerspricht der Wahrnehmung mit unserem Auge, welches Blattwerk ja als Grün interpretiert.

Infrarotbilder sind also ungewohnt und unheimlich, da sie so erscheinen, als wären sie auf einer fremden Welt gemacht worden. Denn manch Motiv, welches im Visuellen einfach nur langweilig erscheint, offenbart im Infraroten ganz andere Einblicke, die Intensitätsverteilung der einzelnen Objekte im Bild ist völlig anders und allein das ist schon beeindruckend.

Linde im sichtbaren Licht Linde im infraroten Licht
Linde im sichtbaren Licht Linde im infraroten Licht

Hier sieht man zwei Bilder, die zur gleichen Tageszeit am selben Tag aufgenommen wurden.

Links ist die Linde im visuellen Licht zu sehen. Ein recht unspektakuläres Bild, auf dem man außer ein paar grünen Blättern und einem weißen Hintergrund nichts erkennen kann.

Rechts ist die gleiche Szenerie zu sehen, jedoch mit aufgesetztem Infrarotfilter. Auf diesem Bild sieht man sofort, daß das Blattwerk der Linde schneeweiß erscheint. Doch das ist nicht alles. Der Stamm und die Äste, welche auf dem VIS-Bild nicht einmal ansatzweise zu sehen sind, kommen auf dem IR-Bild sehr deutlich rüber. Auch der IR-Himmel läßt klare Details erkennen, während auf dem Bild im Sichtbaren lediglich eine überbelichtete weiße Fläche zu sehen ist.

Es werden also schärfere und detailreichere Bilder möglich. Aber ist dies der einzige Grund, warum man Infrarotphotographie betreibt? Nein. Der wichtigere Grund wurde schon kurz angesprochen. Hierbei handelt es sich um die dem menschlichen Auge nicht zugängliche Welt, aus welcher man das Motiv betrachten kann. Auf den bis jetzt gezeigten Bildern kann man die fremde neue Welt schon leicht erahnen. Doch mit der richtigen Belichtungs- und Perspektiventechnik kann man aus beinahe jedem Objekt ein phantastisches Bild zaubern.

Oliver Hofmann

 

 

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Script © by Oliver Hofmann